Corona-Schutzimpfungen im Kreis Recklinghausen

Das Wichtigste in Kürze

Die Impfung gegen das Corona-Virus gilt noch immer als das effektivste Mittel im Kampf gegen die Pandemie. Bislang wurden mehr als 100 Millionen Impfdosen bundesweit verabreicht – und es dürfen noch mehr werden. Mittlerweile ist in Deutschland ausreichend Impfstoff verfügbar und auch den Termin für die Corona-Schutzimpfung bekommt man schnell und unkompliziert. 

Alle verfügbaren COVID-19-Impfstoffe schützen gut vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und sind hochwirksam gegen schwere Verläufe. Die Impfung schützt nicht nur die geimpfte Person selbst, sondern reduziert erheblich das Risiko, das Coronavirus auf andere zu übertragen. Damit werden auch Menschen geschützt, die derzeit nicht geimpft werden können, zum Beispiel Kinder unter zwölf Jahren. Die Impfung trägt somit maßgeblich zum Gemeinschaftsschutz bei. Die COVID-19-Impfung ist das wirksamste Mittel, die Pandemie einzudämmen und wird helfen, Kontaktbeschränkungen mittelfristig für alle zu lockern.

Aktuell können alle Personen ab 12 Jahren geimpft werden. Erster Ansprechpartner für Impfungen gegen das Corona-Virus ist Ihr Arzt.


Mobile Impfungen

 Aktuell sind keine mobilen Impfungen mit Beteiligung des Kreises Recklinghausen in den Städten geplant.

Fragen und Antworten zur Coronaimpfung

Wer kann gegen das Corona-Virus geimpft werden?

Jede Person ab 12 Jahren kann sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Grundlage für die Impfung ist immer eine individuell Beurteilung durch einen Arzt. Informationen vorab liefern die Aufklärungsbögen, die sie weiter unten auf dieser Seite finden. 

Wichtig: Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren benötigen das Einverständnis eines sorgeberechtigten Elternteils.  

Was muss ich zur Impfung von Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren wissen?

Damit Personen zwischen 12 und 15 Jahren geimpft werden können, muss das Einverständnis mindestens einer sorgeberechtigten Person vorliegen. Diese Person sollte ihr Kind im Idealfall begleiten. Zugelassen für die Impfung ab 12 Jahren ist der mRNA-Impfstoff des Hersteller BioNTech. 

Was Sie zur Corona-Schutzimpfung für Ihr Kind wissen sollten, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in einem Merkblatt zusammengefasst.


Wo kann ich mich impfen lassen?

Erster Ansprechpartner für die Coronaschutzimpfung ist ab dem 1. Oktober der Hausarzt. Sollte dieser keine Impfungen vornehmen, können Sie sich alternativ an eine andere Arztpraxis wenden.

Es soll weiterhin auch mobile Impfangebote geben. Ob in Ihrer Stadt mobile Impfungen geplant sind, erfahren Sie weiter oben auf dieser Seite. 

Können sich Schwangere und Stillende impfen lassen?

Ja, können sie. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat sich für die Impfung schwangerer und stillender Frauen ausgesprochen. Dies gilt gleichermaßen für Frauen, die noch nicht geimpft sind, als auch für diejenigen, die über einen unvollständigen Impfschutz verfügen. Verimpft werden in der Regel mRNA-Impfstoffe. Zugelassene mRNA-Impfstoffe sind aktuell die Vakzine von BioNTech und Moderna.

Kann ich als Genesener geimpft werden?

Wer mit dem Corona-Virus infiziert war, aber keine Beschwerden und somit einen asymptomatischen Krankheitsverlauf hatte, kann bereits vier Wochen nach der Labordiagnose geimpft werden. In Einzelfällen kann eine frühere Impfung auch bei Krankheitsverläufen mit Symptomen sinnvoll sein. Dann sollte die Genesung wiederum, nicht das Testergebnis, mindestens vier Wochen zurückliegen. Als Nachweis müssen Genesene ihr positives PCR-Testergebnis bzw. einen Nachweis über die Genesung vorlegen.

Vollständiger Impfschutz besteht für Genesene aktuell grundsätzlich nach nur einer Impfdosis.

Wer bekommt eine Booster- bzw. Auffrischungsimpfung?

Auffrischungsimpfungen sind aktuell laut Landeserlass für folgende Personengruppen vorgesehen:
  • Personen in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen sowie für Personen mit Immunschwäche oder Immunsuppression sowie Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit und Höchstbetagte (ab 80 Jahren), sofern der Abschluss der ersten Impfserie mindestens sechs Monate zurückliegt. Die Art des Impfstoffs, der im Rahmen der Erst- bzw. Zweitimpfung verwendet wurde, ist für ein derartiges Angebot unerheblich.
  • Personen, die eine vollständige Impfserie mit Vektor-Impfstoffen von AstraZeneca oder Johnson & Johnson bzw. nach einer Genesung von COVID-19 einen dieser Vektor-Impfstoffe erhalten haben, sofern der Abschluss der ersten Impfserie mindestens sechs Monate zurückliegt. Das Alter der Personen ist für derartige Angebote unerheblich.
  • Personen über 60 Jahre, bei denen die vollständige Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt, nach individueller Abwägung, ärztlicher Beratung und Entscheidung.
Die Auffrischungsimpfungen erfolgen immer mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech oder Moderna).


Wer bietet Zweitimpfungen an?

Bürger, die ihre Erstimpfung mobil oder noch in einem Impfzentrum erhalten haben, werden von ihren Hausärzten bzw. Kinderärzten mit einer Zweitimpfung versorgt. Für den Fall, dass dies nicht möglich ist, hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe eine Liste von Praxen veröffentlicht, die Zweitimpfungen auch für diese Gruppe anbieten. Die ständig aktualisierte Liste finden Interessierte unter www.corona-kvwl.de/zweitimpfung.

Wer kann mir mehr zum Impfstoff sagen?

Bei medizinischen Fragen zum Impfstoff - beispielsweise bei Vorerkrankungen - sollten sich Patienten an ihre Hausärztin bzw. ihren Hausarzt wenden.

Informationen, was z.B. ein mRNA-Impfstoff ist, den die Unternehmen BioNTech und Moderna entwickelt haben, finden Sie auf der Internetseite des RKI

Die KVWL hat einen Informations-Service per Hotline unter 116 117 eingerichtet (kostenlos, 7 Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die Corona-Schutzimpfung.


Wann habe ich vollständigen Impfschutz?

Laut Robert Koch-Institut (RKI) gelten in Deutschland Personen als geschützt, die mit einem in der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoff geimpft wurden und bei denen nach Gabe der letzten Impfstoffdosis (BioNTech und Moderna wird zweimal verimpft, Johnson&Johnson nur einmal) mindestens 14 Tage vergangen sind.

Wer bereits mit dem Coronavirus infiziert wae (Nachweis über positiven PCR-Test), benötigt grundsätzlich nur eine Impfdosis. 

Wie bekomme ich einen digitalen Impfnachweis?

Durch den digitalen Impfnachweis kann parallel zum gelben Impfausweis der Impfstatus grundsätzlich auch per App – entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App – nachgewiesen werden. In Nordrhein-Westfalen startet nun nach und nach die Umsetzung: Im Juni werden die Apotheken und die Impfzentren eingebunden. Die Anbindung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wird sukzessive bis Mitte Juli erfolgen.

Für die Nutzung des digitalen Impfnachweises mittels App muss für jede Impfung ein QR-Code eingescannt werden. In den Impfzentren werden diese Codes künftig für alle neu durchgeführten Impfungen vor Ort ausgegeben. Wichtig zu wissen für alle Bürgerinnen und Bürger, die bereits einen Termin im Impfzentrum hatten: Sie müssen nichts veranlassen, um die QR-Codes im Nachhinein zu erhalten. Sie bekommen die Codes automatisch bis Ende Juni per Post zugeschickt.

Sind die Impfungen in Arztpraxen erfolgt, ist der QR-Code grundsätzlich über die Praxis oder die Apotheken beziehbar. Alle weiteren Personen können den QR-Code in Apotheken oder bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten erhalten. Dies betrifft häufig Personen, die durch mobile Teams geimpft wurden (bspw. Beschäftigte in einer Pflegeeinrichtung), die in Krankenhäusern geimpft wurden oder die außerhalb eines Impfzentrums einen Impftermin über ihren Landkreis bzw. ihre Stadt vereinbart haben.

Für den womöglich seltenen Fall, dass Personen, die bereits im Impfzentrum geimpft worden sind, bis zum Beginn der Sommerferien keine Post mit dem QR-Code erhalten, ist davon auszugehen, dass die notwendigen Daten für den Versand im Impfzentrum nicht vorlagen. Diese Personen können ihren QR-Code dann selbstverständlich auch durch eine Apotheke oder Arztpraxis ausstellen lassen.

Um den QR-Code ausstellen lassen zu können, müssen der ausstellenden Institution folgende Angaben nachgewiesen werden (unter anderem durch Vorlage des gelben Impfpasses oder einer Impfbescheinigung):
• Name
• Vorname
• Geburtsdatum
• Impfstoff
• Datum Erst- und Zweitimpfungen (bei Impfung mit Johnson & Johnson nur einmalige Impfung)
• Chargennummer des Impfstoffs

Welche Rolle spielt der Kreis im Impfgeschehen? Was sind "KoCIs"?

Nach der Schließung der Impfzentren sollen die Kommunen, also auch der Kreis Recklinghausen, weiterhin das Impfgeschehen begleiten. Dazu hat die Kreisverwaltung eine "Koordinierende COVID-Impfeinheiten" (KoCI) eingerichtet.

Die wesentlichen Aufgaben der KoCI umfassen das Monitoring des lokalen Impfgeschehens, die Hinwirkung auf Impfangebote für vulnerable Personen, die Planung für flächendeckende Auffrischungsimpfungen der Allgemeinbevölkerung sowie die Organisation und Koordinierung des konkreten Impfgeschehens vor Ort (z.B. Impfstoffbestellung, Datenmeldung, Bereitstellung von unterstützendem Personal).

Auch niedrigschwellige Impfangebote für die Allgemeinbevölkerung werden von den KoCI organisiert. Die Angebote sollen insbesondere Personengruppen mit niedrigen Impfquoten ansprechen, die über das Regelsystem nur schwer erreichbar sind.


Weiteres Informationsmaterial


Dokumente zum Download

Bitte beachten Sie: Die hier hinterlegten Dokumente dienen lediglich der Vorabinformation.

Dokumente bei Impfung mit mRNA-Impfstoffen
Dokumente bei Impfung mit Vektor-Impfstoffen 

Weiterführende Links